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Nestroy verliebt






Das neue Stück auf Wiens letzter historischer Freiluftbühne handelt von Nestroys Liebelei mit einer jungen Schauspielerin und den delikaten Folgen für sein Berufs- wie auch Familienleben, beleuchtet aber auch die herzliche und dauerhafte Lebensfreundschaft mit seinem Bühnenpartner Wenzel Scholz.

PERSONEN und DARSTELLER

J. Nestroy, Theaterdichter und erster Schauspieler am Carltheater: Alfred PFEIFER
Marie Weiler, Nestroys Lebensgefährtin: Dunja SOWINETZ
Wenzel Scholz, erster Komiker, Nestroys Freund: Gerhard ERNST
Karl Carl, Theaterdirektor: Stephan PARYLA RAKY
Pauline, seine Lebensgefährtin: Ulli FESSL
Therese Condorussi, Jungschauspielerin, Nestroys Schwarm: Anna Sophie KRENN
Stainhauser, Theaterkassier: Andreas PEER

Regie: Marcus Strahl
Musikalische Leitung: Michael Kienzl
 
Premiere:  26. Mai 2015
Weitere Spieltage: bis 15. Juni 2015

"Nestroy verliebt" ist eine Posse mit Gesang rund um Geld, Intrigen und Liebesaffären an einer Bühne, der der österreichische Theaterklassiker die längste Zeit verbunden war: Das Carl-Theater. Karl Carl, der geschäftstüchtige Gründer und Leiter seines gleichnamigen Theaters war als Lebemann und "Freund der Damen" wesentlich geschickter als sein Zugpferd, über das er sich in diesem Zusammenhang mitleidig spöttelnd gesagt haben soll: "Der Nestroy is' ein Hascherl". Der solcher Art Charakterisierte hatte tatsächlich etwas, was seinem Brötchengeber fremd war: Ein Gewissen. Deshalb war er ängstlich bemüht, die Spuren seiner Amouren sorgsam zu verwischen. Trotz all dieser Bemühungen blieben ihm nachträgliche Auseinandersetzungen mit seiner Lebensgefährtin nicht erspart. Marie Weiler war Nestroys Lebensmensch und hatte ihm und ihren gemeinsamen Kindern zuliebe ihre Bühnenkarriere hintangestellt, um sie schließlich ganz aufzugeben.


Nestroy blieb zeitlebens seinem "Nest treu". Aber nur im sozialen Sinn. Daneben hat er bis zu seinem Lebensende nie aufgehört, seinen geheimen Liebschaften nachzugehen und war ein "Zerrissener" zwischen "Hauptamouren" und "Nebendalkereien".


Auf der Bühne ließ der Dichter, der sich noch in seinen letzten Lebenstagen mit einer Vaterschaftsklage herumschlagen musste, die alten Steiger nicht gut aussehen. Dem Kautz, der hinter dem "Mädl aus der Vorstadt" her ist, wird zum Gaudium des Publikums der Hut über die Ohren gezogen. Kenner vermuten darin den Versuch der Selbsttherapie eines Mannes, der nicht damit aufhören kann, seiner Schwäche für das vermeintlich "schwächere Geschlecht" außer Haus nachzugehen, obwohl er (oder vielleicht gerade: weil er?) zu Haus eine starke Frau hat.


Nestroy verliebtNestroy verliebtNestroy verliebtNestroy verliebt

 

Premiere 26.05.2015

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Trailer "Nestroy verliebt"


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